Joghurt- und Reisfunktion im Mini-Ofen nutzen: So geht's

yoghurtfunctie mini-oven

Die Joghurtfunktion deines Mini-Ofens gehört zu den am meisten unterschätzten Funktionen des bakeVIA Mini-Ofens. Dabei macht genau diese Funktion – zusammen mit der Reisfunktion – dein Küchengerät deutlich vielseitiger als einen gewöhnlichen Kompaktofen. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du beide Funktionen richtig verwendest, welche Temperaturen dabei eine Rolle spielen und was du damit alles zubereiten kannst.

Was sind die Joghurt- und Reisfunktion genau?

Die Joghurtfunktion hält das Innere des Ofens auf einer niedrigen, stabilen Temperatur – in der Regel um die 40 °C. Das ist die ideale Umgebung für Milchsäurebakterien, um Milch zu Joghurt zu fermentieren. Keine Temperaturschwankungen, keine Überhitzung: nur gleichmäßige, sanfte Wärme.

Die Reisfunktion funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: Eine etwas höhere, kontrollierte Temperatur sorgt dafür, dass gekochter Reis warm und locker bleibt, oder dass Reigteig (wie bei Klebereis) auf die richtige Weise reift. Je nach Modell liegt diese Temperatur zwischen 60 °C und 80 °C.

Wie verwendest du die Joghurtfunktion deines bakeVIA Mini-Ofens?

  1. Bereite die Milch vor. Erhitze Vollmilch auf etwa 85 °C und lasse sie auf 40–45 °C abkühlen. Dadurch werden unerwünschte Bakterien abgetötet und eine bessere Textur erzielt.
  2. Joghurt-Starter hinzufügen. Rühre zwei Esslöffel frischen Naturjoghurt unter die abgekühlte Milch. Dies sind die lebenden Kulturen, die die Fermentation in Gang setzen.
  3. Gläser befüllen. Verteile die Mischung auf saubere Gläser oder eine Schüssel. Mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken.
  4. Joghurtfunktion einstellen. Wähle am Bedienfeld des bakeVIA Mini-Ofens die Joghurtstufe. Stelle die Temperatur auf 40 °C und die Zeit auf 6 bis 8 Stunden ein – längeres Fermentieren ergibt einen säuerlicheren Joghurt.
  5. Kein Vorheizen erforderlich. Bei der Joghurtfunktion muss der Ofen nicht vorgeheizt werden. Stelle die Gläser direkt hinein und starte das Programm.
  6. Im Kühlschrank abkühlen lassen. Nach der Fermentationszeit stellst du die Gläser mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank. Der Joghurt wird dann fester und geschmackvoller.

Wie verwendest du die Reisfunktion richtig?

  1. Reis zuerst garen. Bereite den Reis auf dem Herd oder im Reiskocher nach gewohnter Art vor.
  2. Reisfunktion einstellen. Wähle die Reisstufe an deinem bakeVIA Mini-Ofen. Die Temperatur liegt in der Regel zwischen 60 °C und 75 °C – warm genug, um den Reis weich zu halten, aber nicht so heiß, dass er austrocknet.
  3. Schale gut abdecken. Verwende eine ofenfeste Schale mit Deckel oder decke sie mit Alufolie ab, um Feuchtigkeitsverlust zu minimieren.
  4. Maximal 1 bis 2 Stunden warm halten. Länger als 2 Stunden kann der Reis zu trocken werden. Zwischendurch kontrollieren und bei Bedarf einen Schluck Wasser hinzufügen.

Was lässt sich noch fermentieren oder warmhalten?

Die niedrige, gleichmäßige Wärme der Joghurtstufe eignet sich auch für andere fermentierte Produkte. Zum Beispiel Sauerteigstarter gehen lassen (bei ca. 28–32 °C), Tempeh inkubieren oder selbstgemachten Kefir warmhalten. Der bakeVIA Mini-Ofen bietet damit eine bemerkenswert breite Palette an Zubereitungsmöglichkeiten für ein so kompaktes Gerät.

Die Reisfunktion ist außerdem praktisch, um Gerichte wie Couscous, gedünstetes Gemüse oder Kartoffeln bis zum Servieren warmzuhalten – ohne dass sie weiter garen oder austrocknen.

Welche Temperatur ist ideal für selbstgemachten Joghurt im Mini-Ofen?

Die ideale Temperatur für die Joghurtfermentierung liegt zwischen 38 °C und 42 °C. Unter 35 °C fermentiert der Joghurt zu langsam oder gar nicht; über 45 °C sterben die Milchsäurebakterien ab. Eine stabile Einstellung von 40 °C über 6 bis 8 Stunden liefert in der Regel das beste Ergebnis. Der bakeVIA Mini-Ofen hält diese Temperatur dank des präzisen Thermostats exakt und konstant.

Hilfreiche Tipps für bessere Ergebnisse

  • Verwende immer Vollmilch für einen cremigeren, dickeren Joghurt.
  • Achte darauf, dass Gläser und Löffel sauber sind – Seifenreste können die Kulturen beeinträchtigen.
  • Fülle deinen bakeVIA Mini-Ofen nicht zu voll: Luftzirkulation um die Gläser herum fördert eine gleichmäßige Temperatur.
  • Notiere die Fermentationszeit: Je länger, desto säuerlicher. Experimentiere nach Geschmack.
  • Die emaillierte Innenseite des bakeVIA Mini-Ofens lässt sich leicht reinigen, auch wenn etwas Milch verschüttet wird.

Bereit, loszulegen?

Die Joghurt- und Reisfunktion machen den bakeVIA Mini-Ofen zu weit mehr als nur einem kompakten Backofen. Ob du täglich frischen Joghurt zubereiten oder Reis perfekt warmhalten möchtest: Mit der richtigen Einstellung und etwas Geduld ist das Ergebnis jedes Mal überraschend gut. Sieh dir die vollständige Funktionsübersicht auf der bakeVIA-Produktseite an, um herauszufinden, welches Modell am besten zu deiner Küchenroutine passt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, Joghurt im Mini-Ofen zuzubereiten?
Bei einer Temperatur von 40 °C dauert die Fermentation durchschnittlich 6 bis 8 Stunden. Eine kürzere Zeit ergibt milden Joghurt; längeres Fermentieren führt zu einem säuerlicheren, festeren Endprodukt. Anschließend muss der Joghurt noch mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden.
Muss ich den Mini-Ofen für die Joghurtfunktion vorheizen?
Nein, bei der Joghurtfunktion ist Vorheizen nicht notwendig. Du stellst die Gläser direkt in den Ofen und startest das Programm sofort. Vorheizen würde die Temperatur zu hoch treiben und die Milchsäurebakterien schädigen können.
Kann ich die Reisfunktion verwenden, um andere Gerichte warmzuhalten?
Ja, die Reisfunktion (60–75 °C) eignet sich auch zum Warmhalten von Couscous, gedünstetem Gemüse oder Kartoffeln bis zum Servieren. Decke die Schale immer gut ab, um ein Austrocknen zu verhindern, und nutze die Funktion vorzugsweise nicht länger als 1 bis 2 Stunden.